Im Hochbeet auf dem Balkon ist die Hölle los!

Bald ist der Frühling da!

Es ist an der Zeit, seinen Balkon auf Vordermann zu bringen und alles für die Frischluftsaison vorzubereiten. Ob bunte Blumen, pflegeleichte Stauden, duftende Kräuter oder selbst angebautes Gemüse – alles ist möglich. Hochbeete erfreuen sich dabei immer größerer Beliebtheit: kein Bücken und optimale Bedingungen für die Pflanzen.

Der Wunsch nach Grün und eigenem Anbau auch auf begrenztem Raum nimmt stetig zu – besonders im städtischen Bereich. Das Hochbeet ist dafür der Geheimtipp des urbanen Gärtners. Es sieht nicht nur schick aus, es lässt sich auch viel einfacher bearbeiten als normale Beete. Sie können hier garantiert ohne Rückenschmerzen gärtnern!
Mit einem Hochbeet liegen Sie voll im Trend. Ob selbst gebaut, als fertiger Bausatz aus Holz oder wetterfestes Hochbeet aus Metall. Für Ihr Hochbeet auf dem Balkon sollten Sie die Tragfähigkeit überprüfen und dann entscheiden, wie groß es werden soll. Das Hoch-beet sollte insgesamt nicht zu schwer für den Balkon sein und es darf sowohl bodennah als auch auf Füßen stehen. Doch das Entscheidende ist die richtige Belüftung in mehreren Schichten.

1. Schicht: Tonscherben, Kieselsteine, Gehölzschnitt und Äste als Drainage
2. Schicht: Erde
3. Schicht: Rasen- / Grünschnitt und etwas Laub
4. Schicht: Stallmist und Kompost
5. Schicht: feiner Kompost und Blumen- bzw. Muttererde

Passen Sie die Mengen, Größen sowie die Höhe der Schichten Ihrem Hochbeet an.

Bei Varianten für den Balkon fällt es etwas kleiner aus, als bei großen Hochbeeten im Garten. Das verrottende Material sackt im Laufe der Zeit ein wenig zusammen. So senkt sich das Beet im Jahr um einige Zentimeter. Es ist daher ratsam, die Erde in der Mitte als Hügel anzuhäufen. Das Innere des Hochbeets wird zum Mikrokosmos, in dem auf natürliche Weise Nährstoffe und Wärme freigesetzt werden. Geben Sie nach ganz unten Scherben, grobe Äste und Steine als Drainage, darauf werden Gartenhäcksel und Kompost verteilt und oben wird Pflanzenerde angehäufelt.
Jetzt können Sie loslegen und Ihr Hochbeet bepflanzen. Säen Sie direkt ins Beet, oder setzen Sie Jungpflanzen. Beachten Sie, dass höhere Pflanzen in die Mitte gesetzt werden sollten. So bekommen alle Licht und werden nicht beschattet.



NORDEN

Ein Balkon mit nördlicher Ausrichtung ist ein kühler, schattiger Rückzugsort, besonders an heiflen Sommertagen.


Gestalten Sie sich daher Ihren Schattengarten mit Pflanzen, die sich dort wohlfühlen und ohne direkte Sonne gut gedeihen können. Ob Saisonblüher, mehrjährige Pflanzen oder kleine Gehölze – es gedeiht einiges an der Nordfassade bzw. im Schatten. Begonien (Begonia) oder Fuchsien (Fuchsia), aber auch  Buntnesseln (Solenostemon scuttelarioides), Purpurglöckchen (Heuchera) oder Funkien (Hosta) kommen mit wenig Licht zurecht. Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana), Tränendes Herz (Dicentra spectabilis) und Pantoffelblumen (Calceolaria) fühlen sich ebenfalls wohl. Und mit einem in Form geschnittenen Buchsbaum (Buxus sempervirens) setzen Sie einen schönen grünen Kontrast zu den blühenden Pflanzen.

In der Regel benötigen Pflanzen auf einem Schattenbalkon deutlich weniger Wasser, als Pflanzen im sonnigen Bereich. Achten Sie besonders darauf, dass keine Staunässe ent-steht. Das Wasser verdunstet auf einem Nordbalkon wesentlich langsamer. Entfernen Sie an den Pflanzen regelmäßig verwelkte Blüten und Blätter. Durch die geringe Sonneneinstrahlung haben sie bereits ein erschwertes Wachstum und Verwelktes sollte daher nicht noch unnötig Licht abfangen.



OSTEN

Ein nach Osten ausgerichteter Balkon bekommt nur in der ersten Hälfte des Tages Sonne.


Für den sogenannten Halbschatten eignen sich beispielsweise Tausendschön (Bellis perennis), Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica), Ranunkeln (Ranunculus), Springkräuter (Impatiens), Schneeflockenblumen (Sutera), Petunien (Petunia), Vanilleblumen (Heliotropium arborescens), Hortensien (Hydrangea), aber auch Fächer-Ahorn (Acer palmatum) oder Margeriten (Leucanthemum) sowie Storchschnabel (Geranium). Salbei (Salvia), Minze (Mentha), Petersilie (Petroselinum) oder Zitronenmelisse (Melissa officinalis) wachsen in dieser Umgebung ebenfalls wunderbar und lassen sich zudem noch in der Küche verwenden. Auch Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Dahlien (Dahlia) sowie Glockenblumen (Campanula) fühlen sich in der Vormittagssonne wohl. Gießen sollten Sie im Sommer idealerweise morgens und abends.



SüDEN

Ein nach Süden ausgerichteter Balkon erhält mindestens 5 - 6 Stunden Sonne am Tag. Doch zur Mittagszeit ist hier Vorsicht geboten.


Pflanzen können verbrennen bzw. vertrocknen und haben hier einen enorm hohen Wasserbedarf. Für die Bepflanzung auf einem Südbalkon wählen Sie am besten sonnenliebende Pflanzen. Mediterrane Gewächse wie Olive (Olea europaea), Lavendel (Lavandula), Oleander (Nerium) und Zitronenbäumchen (Citrus limon) fühlen sich hier wohl. Garten-Nelken (Dianthus caryophyllus), Geranien (Pelargonium), Zinnien (Zinnia), Kapmargeriten (Osteospermum), Hibiskus (Hibiscus) und Drillingsblumen (Bougainvillea) oder Portulakröschen (Portulaca grandiflora) begrünen problemlos Ihren Südbalkon.

Kräuter wie Thymian (Thymus vulgaris), Basilikum (Ocimum basilicum), Currykraut (Helichrysum italicum) und Rosmarin (Rosmarinus officinalis) vertragen die südliche Sonne.



WESTEN

Im Westen scheint die Sonne erst in der zweiten Tageshälfte auf den Balkon.

Doch ist es in dieser Lage auch häufiger etwas windig. Daher sollte alles gut befestigt und stabil sein. Hoch wachsende Pflanzen müssen gut geschützt stehen, denn sie könnten abbrechen. Wählen Sie hier insbesondere Pflanzen, die erst abends aufblühen und mit leuchtenden Blüten oder zarten Düften begeistern wie die Wunderblume (Mirabilis jalapa). Helle Blüten sind besonders zu empfehlen. Sie reflektieren das noch vorhandene Licht in der Dämmerung wie z.B. Lilien (Lilium) oder Petunien (Petunia). Noch herrlicher wird es am Feierabend mit Duftpflanzen wie Nachtviolen (Hesperis), Engelstrompeten (Brugmansia), Nachtkerzen (Oenothera), Kleines Gemshorn (Matthiola bicornis), Abendstern (Mentzelia decapetala) oder Ziertabak (Nicotiana sanderae). Sie verströmen erst zu später Stunde ihren zarten Duft.

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl.  Quelle: Talking Brands